Das Propädeutikum

Vier Seminaristen beginnen die Einführungs- und Vorbereitungsphase

Vier junge Männer haben sich zu Beginn des Wintersemesters 2015/2016 im Erzbischöflichen Priesterseminar auf den Weg der Priesterausbildung begeben.

Die Seminaristen beginnen ihre Ausbildung mit dem so genannten „Propädeutikum“, einer einjährigen Einführungs- und Vorbereitungsphase, in der sie das Leben in der Hausgemeinschaft des Priesterseminars kennenlernen und einüben. An der Theologischen Fakultät nehmen sie an der Einführung in die klassischen Sprachen (Latein, Griechisch und Hebräisch) und am Theologischen Grundkurs teil. Im Sozialpraktikum lernen sie Menschen an sozialen Brennpunkten in Paderborn in wichtigen Entwicklungs- und Grenzsituationen kennen (z. B. Bahnhofsmission, Alten- und Pflegeheim, Kindertagesstätte).

Menschen in wichtigen Entwicklungs- und Grenzsituationen kennenlernen


Bei einem gemeinsamen Gottesdienst und einem anschließenden Frühstück begrüßte auch Erzbischof Hans-Josef Becker seine neuen Priesteramtskandidaten und ermutigte sie dazu, mit einem offenen und hörenden Herzen diese – in mehrfacher Hinsicht – intensive Zeit der Ausbildung anzugehen.

Erzbischof Becker mit den Propädeutiken des aktuellen Wintersemesters


Mit dem Erzbischof freuten sich auch Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Subregens Andreas Kreutzmann und Spiritual Martin Reinert über die neuen Kandidaten.

Die neuen Priesteramtskandidaten des Erzbistums Paderborn sind:

  • Mike Hottmann aus der Pfarrei Propstei Werl
  • Stefan Könemann aus der Pfarrei St. Liborius Bielefeld
  • Philipp Neumann aus der Pfarrei St. Antonius Gronau
  • Patrick Vitt aus der Pfarrei St. Martin Netphen
 
 
 
 

Stichwort: Propädeutikum

Die Ausbildung im Erzbischöflichen Priesterseminar startet mit einem einjährigen Vorbereitungskurs, dem „Propädeutikum“. Inhaltlich stehen dabei eine „Sprachen-Schule“, eine „Glaubens-Schule“ und eine „Lebens-Schule“ im Mittelpunkt. In der „Sprachen-Schule“ erlernen die Priesteramtskandidaten Latein, biblisches Griechisch und biblisches Hebräisch, sofern sie diese Sprachen noch nicht im Gymnasium erlernt haben. 

Darüber hinaus absolvieren sie einen „Theologischen Grundkurs“ und erhalten eine „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“. Die „Glaubens-Schule“ umfasst die Einübung in ein Leben aus den Sakramenten, insbesondere aus Taufe, Firmung, Beichte und Eucharistie.

Durch geistliche Übungen und Gebetszeiten setzen sich die Priesteramtskandidaten mit ihrer Spiritualität auseinander und erhalten Impulse für ein Leben aus dem Glauben. In der „Lebens-Schule“ wird das soziale Engagement eingeübt: Für soziale Projekte, beispielsweise in der Obdachlosenarbeit, in der Bahnhofsmission, in Senioren- und Alteneinrichtungen oder in Krankenhäusern, steht den „Propädeutikern“ unter der Woche ein freier Tag zur Verfügung.

 Die Priesteramtskandidaten beginnen mit dem Propädeutikum zugleich den modularisierten Studiengang der Katholischen Theologie mit dem Abschluss „Magister Theologiae“ an der Theologischen Fakultät Paderborn.