Zwischen Kisuaheli und Choral

Gelebte Weltkirche beim Patrozinium des Priesterseminars

Gut gefüllt war die Seminarkirche des Priesterseminars als am vergangenen Montag, dem Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus, die Hausgemeinschaft des Priesterseminars, die Angestellten und die orthodoxen Stipendiaten des Studienkollegs St. Irenäus zur Feier des Patroziniums des Priesterseminars zusammenkamen. Bei der Feier der Messe konnten Hausgemeinschaft und Gäste erleben, wie aktuell das Vorbild der beiden Apostel auch heute ist. So sehr sich Petrus und Paulus in ihrer Herkunft und Muttersprache, ihren Einstellungen und Lebensweisen und ihrer Biographie und ihren theologischen Auffassungen auch unterscheiden mögen, so sehr wussten sich doch beide vom selben Herrn gerufen und bildeten aus dieser Erfahrung heraus – trotz aller Verschiedenheit auch in der Christusnachfolge – eine Gemeinschaft in dem Bewusstsein, nur durch die Gnade Gottes das zu sein, was sie sind. Diese Erfahrung, so verdeutlichte Regens Menke-Peitzmeyer in seiner Predigt, gelte auch für die Hausgemeinschaft des Seminars und für die zusammengekommene Gottesdienstgemeinde mit den Stipendiaten aus den orthodoxen Kirchen.

Kenianische Musik von Schwester Mary Grace

Dass die Kirche auf das Fundament beider Apostel gegründet ist, wurde auch an der musikalischen Gestaltung der Feier deutlich. Neben das eher traditionelle petrinische Element, den Liedern aus dem Gotteslob, trat mit Musik und Gesängen aus der Tradition Kenias ein weltkirchliches paulinisches Element, das von Schwester Mary Grace CPS, einer kenianisches Ordensschwester aus dem Missionshaus Neuenbeken, gestaltet wurde. Begleitet wurden die Gesänge auf Kisuaheli, der Muttersprache von Schwester Mary Grace, mit kenianischen Instrumenten, die sie zum Gottesdienst mitgebracht hatte.

Im Anschluss an die Messe wurden die Patroziniumsfeierlichkeiten im Garten des Priesterseminars bei einer gemütlichen Grillrunde fortgesetzt. Der Abend bot auch Gelegenheit zur Verabschiedung einiger orthodoxen Stipendiaten, die nach den Sprachprüfungen in diesen Tagen in ihre Heimat zurückkehren.