Auf den Spuren Karls des Großen

Kommunitätsfahrt nach Aachen

Wie in jedem Semester hat unsere Kommunität auch dieses Jahr ein Wochenende in der Ferne verbracht. In diesem Semester ging die Reise am Wochenende 16./17. Mai nach Aachen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit der Anreise fanden wir dort Unterkunft bei den Aachener Franziskanerinnen, den Schervier-Schwestern, von denen wir herzlich empfangen wurden und, wie es angesichts halbverhungerter Seminaristen nötig ist, auch wenig später verköstigt.

Danach wurde uns unter Anleitung einer überaus kompetenten Stadtführerin, Frau Goebbels, ein Einblick in die Stadt Karls des Großen gewährt. Beginnend mit den Quellen, die dort entspringen und aufgrund ihr hohen Schwefelgehalts nicht gerade ein geruchsmäßiger Wohlgenuss sind, zeigte sie uns anhand der großartigen Architektur die Bedeutung Aachens in vergangenen Zeiten und wie diese Bedeutung fundamental mit dem Grab des ersten fränkischen Kaisers Karl dem Großen zusammenhängt. Denn Kaiser Karl wurde noch an seinem Todestag im Jahre 814 in dem von ihm erbauten Aachener Dom beigesetzt. Die Besichtigung dieses Domes war dann auch der Anschlusspunkt an die Stadtführung. Der frühere Domkustos, Prälat Dr. August Peters, führte uns wohl gekonnt durch den Dom und vermochte es, uns die Pracht dieses monumentalen Bauwerks aus dem 8. Jahrhundert auf eine einzigartige Weise näher zu bringen.

Nach diesem Erlebnis feierten wir schließlich noch abends in der Kapelle der Aachener Franziskanerinnen die Heilige Messe und ließen den Abend in gemütlicher Runde im Restaurant „Elisenbrunnen“ ausklingen.

Am Sonntag durften wir teilnehmen an der Feier der Erstkommunion der Domgemeinde Aachen, bei der 36 Kinder, allesamt Chorknaben und –mädchen, das erste Mal die Heilige Kommunion empfangen durften. Dass die Kommunionkinder selbst mit niveauvoller Chormusik ihre Feier gestalteten, war dabei ein ebenso ungewöhnlicher wie bewegender Akzent.

Zum Abschluss besuchten wir noch das Kindermissionswerk, dessen Hauptsitz in Aachen liegt. Hier wurden wir von Frau Kraus in die großartige Arbeit des Kindermissionswerkes eingewiesen, was vor allem gezeigt hat, wie weitreichend und notwendig die Hilfe eines solchen Werkes ist. Weit über Deutschland hinaus ist das jährliche Sternsingen zum Dreikönigsfest mit der Arbeit des Kindermissionswerks verbunden.

Schließlich war noch genug Zeit, in der Stadt essen zu gehen, bevor wir uns im überfüllten Zug wieder nach Paderborn aufmachten.

So bekamen wir an diesem Wochenende einen tiefen Einblick in die Schönheit und kulturelle Vielfalt dieser uralten Stadt, die zwar schon 100 Jahre nach Kaiser Karls Tod machtpolitisch an den Rand gedrängt wurde, sich aber keineswegs verstecken muss angesichts ihrer kulturellen und historischen Bedeutung für ganz Europa.“

 
 

Impressionen des Wochenendes

 
 

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