Vorbereitungen am Vorabend der Kirchweihe

"Die letzten Handgriffe müssen sitzen!"

Morgen, am 29. Juni, dem Patronatsfest des Priesterseminars, wird um 17.00 Uhr die neue Seminarkirche durch Erzbischof Hans-Josef Becker geweiht werden; doch bis dahin laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren!

Am Nachmittag besichtigte die Hausgemeinschaft unter Anleitung von Prof. Dr. Stiegemann den neuen Kirchenraum. Er erläuterte das Gebäudekonzept, in das sich die neue Seminarkirche einfügen wird. Der neue Kirchenraum überzeugt durch seine Höhe, seine Weite, seine Helligkeit und sein Lichtkonzept, das zum Verweilen einlädt und für das Gebet und die Feier der Liturgie eine Bereicherung sein kann.

 
 

Das Lichtkonzept der neuen Seminarkirche St. Peter und Paul:

 
 

Neben den Prinzipalien (Altar und Ambo) sowie dem Weihwasserbecken, das im Foyer vor den Kirchentüren seinen Platz gefunden hat, brachte der Aachener Bildhauer und Künstler Thomas Torkler auch die 12 Weihesteine in den Kirchwänden an. Ihre Salbung im Rahmen der Weiheliturgie wird darauf hinweisen, dass die Kirche ein Abbild des auf dem Fundament der Apostel erbauten himmlischen Jerusalems ist. Ein Verweis auf die Frohe Botschaft, die die Apostel verkündeten, ist die im steinernen Boden nachgebildete Schriftrolle, die sich von einer Bank im Foyer über das Weihwasserbecken, den Ambo, den Altar, "die Beichte", einem an die Klagemauer erinnernden Beichtraum im Inneren der "Mauer" sowie die Pietà aus dem 15. Jahrhundert im angrenzenden Gebetsraum erstreckt.

Der Bildhauer Thomas Torkler erläuterte den Anwesenden die Gestaltung der Prinzipalien und weiste sie auf die hohe Qualität der verwendeten Materialien, den künstlerischen Prozess ihrer Bearbeitung und die leitenden Ideen der Gestaltung von Ambo, Altar und Tabernakel hin. Besonders der aus Eichenholz gestaltete schwarze Innenraum des Tabernakels, der in die Wand des Beichtraumes eingelassen ist, wird bei Anbetungssituationen das Allerheiligste optisch hervortreten lassen.

 
 

Am Abend fanden außerdem die liturgischen Übungen für den morgigen Weihetag mit den Zeremoniaren Domvikar Ulrich Liehr und Domvikar Gregor Tuszynski statt.

 
 

Die Reliquien des Bistumspatrons St. Liborius, die in den Zelebrationsaltar eingesetzt werden, wurden dem Regens als "Rector Ecclesiae" bereits übergeben.

Doch eines steht fest: Bis zur letzten Minute werden noch letzte Arbeiten nötig sein...

Die Hausgemeinschaft und ihre Gäste sehen voll Freude der Kirchweihe am morgigen Abend entgegen!