Unterwegs auf den Spuren der Römer

Kommunitätsfahrt nach Trier

Bild u. Text: Benedikt Hügemann

Trier beansprucht für sich, die älteste Stadt Deutschlands zu sein. Unter dem Namen Augusta Treverorum wurde sie 17 v. Chr. von Kaiser Augustus gegründet und im Jahre 293 von Kaiser Diokletian zur römischen Kaiserresidenz und Hauptstadt des weströmischen Reiches erhoben. Dass dieses römische Erbe auch heute noch in Trier lebendig ist, davon konnte sich die Hausgemeinschaft des Priesterseminars bei der diesjährigen Kommunitätsfahrt überzeugen.Nach dem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn, der anschließenden Fronleichnamsprozession und einem gemeinsamen Mittagessen ging es Richtung Süden. Am Freitagvormittag stand dann zunächst eine Führung durch das „antike Trier“ auf dem Programm, bei der es neben interessanten Informationen über die Geschichte der Stadt, eindrucksvolle Bauwerke aus römischer Zeit zu sehen gab, so z.B. die Porta Nigra, die Konstantinsbasilika, die Kaiserthermen und das Amphitheater. Am Nachmittag besichtigte die Kommunität dann den Trierer Dom, der mit seinen verschiedenen Stilelementen einen Querschnitt durch viele Jahrhunderte Architektur- und Kunstgeschichte bildet. Nach einer anschließenden Führung durch das örtliche Priesterseminar und der gemeinsamen Feier der Heiligen Messe mit der dortigen Hausgemeinschaft, klang der Abend bei einer Weinprobe in den Bischöflichen Weingütern gemütlich aus.

Der nächste Tag stand dann noch einmal ganz im Zeichen der römischen Geschichte. Nach einer Führung durch die Ausstellung "Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann", die das Leben des Herrschers anhand archäologischer Funde näher beleuchtete, blieb Zeit, Trier auf eigene Faust zu erkunden oder sich in zwei weiteren Ausstellungen, mit dem Verhältnis Neros zum Christentum und seiner Nachwirkung in der Kunst zu beschäftigen. 

Nach der Messfeier im Trierer Dom und einem gemeinsamen Mittagessen war es dann an der Zeit, die älteste Stadt Deutschlands hinter sich zu lassen und sich auf den Rückweg nach Paderborn zu machen.

 
 
 
 
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