"Priesteramtskandidaten on tour!"

- Von Felsbrocken und sprudelnden Quellen -

Wenn man aus dem Süden unseres weitläufigen Erzbistums kommt, ist es ratsam, das Umland von Paderborn kennen zu lernen - zog es einen doch früher eher in Richtung des Rheinlandes. Einmal im Monat haben unsere Studenten ihr freies Wochenende - doch was tun sie an den anderen? Besonders der Sonntagnachmittag lädt dabei zu verschiedenen Ausflügen ein. Ob nach Hardehausen (www.go-hdh.de), wo die meisten unserer Studenten ihr Jugendpraktikum im Laufe der Ausbildung absolvieren, zu den Externsteinen, dem Hermannsdenkmal oder dem Kurpark von Bad Lippspringe - im Umland von Paderborn gibt es einiges zu entdecken:

 
 

Den ersten Halt machte unser Trio an einem verregneten Sonntagnachmittag bei den Externsteinen, einer Felsformation im Teutoburger Wald, die bereits von den Kelten und Germanen für kultische Rituale verwendet wurde. Auch heute werden die Externsteine als spiritueller Kraftort  von verschiedenen esoterischen Gruppen angesehen. An der Basis der Gesteine findet sich eine Kreuzigungsdarstellung aus dem frühen 12. Jhd., welche, wie die verschiedenen in den Felsen gemeißelten Räume, heute als Nachbildung der heiligen Stätten Jerusalems angesehen werden. Jesus Christus wird von Nikodemus an Johannes und Maria übergeben. Im unteren Teil des Reliefs sind Adam und Eva dargestellt, die von einem Drachen umschlungen werden.

Das zweite Ziel war das Hermannsdenkmal, unweit der Externsteine. Mit seinem herrschaftlichen Auftreten und dem siegreich emporgerecktem 7m langem und 550 kg schwerem Schwert bot sich unseren Studenten ein imposantes Bild des Fürsten Arminius (Hermann) . Dieses Denkmal verweist auf den Gründungsmythos der Deutschen Nation, der in der "Varusschlacht" zwischen dem Cheruskerfürst Arminius und dem römischen Feldherr Quinctilius Varus fußt, bei der Arminius die Römer vernichtend schlug.

 
 

Der Cheruskerfürst Arminius begegnete auch an der dritten Station des Sonntagsausfluges in Form der "Arminius-Quelle" des Kurortes Bad Lippspringe. Die 1832 entdeckte Arminius-Quelle ist die älteste der Heilquellen Bad Lippspringes in der Nähe der Burgruine. Die benachbarte "Liborius-Quelle" brachte es jedoch zu weit größerem Ruhm, war doch einer ihrer bekanntesten Besucher kein geringerer als Papst Pius X.


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