Auf dem Weg nach Geseke

Hauswallfahrt nach Geseke 2018

Zu Besuch beim Gnadenbild "Maria Schuss"

An Christi Himmelfahrt begann die Hausgemeinschaft des Priesterseminars ihr Kommunitätswochenende vom 10.-13. Mai 2018, an dem es außerdem nach Münster zum Katholikentag sowie nach Amsterdam und Den Haag gehen wird, mit der alljährlichen Hauswallfahrt. Ziel war dieses Jahr Geseke, wo in der Stiftskirche St. Cyriakus das Gnadenbild „Maria Schuss“ verehrt wird. Die Legende, die sich um diese Statue aus dem 15. Jahrhundert rankt, reicht in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück: 1633 soll ein aus Hessen stammender Soldat mit seinem Gewehr auf die Mariendarstellung gezielt haben und dabei die linke Schulter der Jungfrau getroffen haben. Daraufhin sei der Soldat wahnsinnig geworden und schließlich gestorben; die Geseker transferierten das wundertätige Bild in die Stiftskirche, wo es sich bald zu einem Wallfahrtsziel für Gläubige aus Nah und Fern entwickelte.

 
 
 
 

Auch die Gruppe des Priesterseminars scheute keine Mühen, um „Maria Schuss“ in Geseke zu erreichen: Der gut zwanzig Kilometer lange Fußweg von Paderborn bis zum Gnadenbild begann schon am frühen Morgen mit einer kurzen Statio in der Konviktskirche. Auch auf dem weiteren Weg gab es einzelne Stationen, an denen ausgewählte Bezeichnungen Marias aus der Lauretanischen Litanei meditiert wurden und zusammen gebetet und gesungen wurde, sodass der zurückgelegte Weg nicht nur räumlich, sondern auch geistlich zu „Maria Schuss“ in Geseke hinführte. Die Impulse hierzu hatten Spiritual Christian Städter und eine Gruppe der Studenten vorbereitet. Nach ungefähr zwei Dritteln der Strecke war Salzkotten erreicht, wo im Pfarrheim die Möglichkeit zu einer kurzen Pause und Stärkung bestand. In der Mittagszeit kam die Gruppe dann am Ziel in Geseke an. Hier stand zuerst eine Messfeier zum Hochfest Christi Himmelfahrt an, bei der der Spiritual in seiner Predigt den Auftrag jedes Einzelnen betonte, Christi Gegenwart in der Welt nach seiner Himmelfahrt wach zu halten. Im Anschluss hieran endete der Wallfahrtstag mit einem gemeinsamen Essen im Pfarrheim, ehe es zurück nach Paderborn ging – allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem Zug oder Bulli.

Bei der Wallfahrt waren auch Johannes Sanders und Christian Schmidtke dabei, die am 19. Mai zu Priestern geweiht werden. Ihnen war die Hausgemeinschaft in ihren Gebeten an diesem Tag besonders verbunden. Die beiden werden nun ihre Weiheexerzitien in Herstelle beginnen.
Zudem waren an diesem Tag einige junge Männer zu Gast, die der Einladung gefolgt waren, im Rahmen des Orientierungskreises der Frage ihrer persönlichen Berufung nachzugehen. Für sie bot der Tag die Gelegenheit, die Hausgemeinschaft des Priesterseminars näher kennenzulernen und so Klarheit für den eigenen Weg zu gewinnen.

Zum Gelingen der Wallfahrt hat nicht nur das erfreulich gute Wetter beigetragen, sondern auch die Organisation vieler helfender Hände im Hintergrund, ohne die die Durchführung nicht möglich gewesen wäre. Bei ihnen sowie bei unseren Gastgebern in Salzkotten und Geseke möchten wir uns herzlich bedanken!


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