Priesteramtskandidaten unterwegs!

Siegerland am 4. Adventswochenende 2016

Eine Gruppe unserer Studenten besucht die Heimatgemeinden dreier unserer Mitbrüder, die allesamt aus dem Siegerland stammen.

Gruppenbild
 
 

Lange wurde er vorbereitet, der Ausflug in den südlichsten Teil unseres Erzbistums - das Siegerland! Die erste Station der Reise war die St. Vitus-Kirche in Hilchenbach. (Ein Teil der Fotographien der St. Vitus Kirche wurden vom Fotoclub Hilchenbach zur Verfügung gestellt.) Hilchenbach selbst wurde von einem unserer Studenten liebevoll das "St. Moritz des Siegerlandes" genannt.  Empfangen wurde die Gruppe dort durch Diakon Dominic Molitor, der am Pfingstfest 2017 im Hohen Dom zum Priester geweiht werden wird. Unsere Studenten mischten sich unter die Gemeindemitglieder, um gemeinsam an der Veranstaltung "light & pray" teilzunehmen, die zuvor durch Gemeindemitglieder rund um Diakon Molitor vorbereitet wurde, an der auch unsere Studenten musikalisch beteiligt waren. Unser Mitbruder Dominik Riedl bereicherte den Abend dadurch, dass er seine Berufungsgeschichte erzählte, der die Anwesenden interessiert folgten. Mit einem guten Essen und kraftvollem Gesang klang im Elternhaus von Michael Stiehler (7.Semster) der Abend aus.

Nach einem reichhaltigen Frühstück machte sich die Gruppe auf zur zweiten Heimatgemeinde - Netphen, aus der Patrick Vitt (1. Semster) stammt. Der Weg führte am Stift Keppel vorbei, welches heute ein Gymnasium beherbergt. Von diesem Stift aus begann sich das religiöse Leben der Region auszuprägen.  Empfangen wurden die "Paderborner" in Netphen von Pfarrer Werner Wegener, der sie herzlich willkommen hieß. Im Anschluss an die sonntägliche Eucharistiefeier und einer kurzen Kirchenführung machte man sich gemeinsam auf zum Mittagessen. Beim Italiener stieß Vikar Raphael Steden (Netphen) zur Gruppe. In einer lockeren Atmosphäre informierten sich die Studenten an ihrem Ausflugswochenende über die pastorale Situation im Siegerland und über die verschiedenen Eindrücke, die man als Pastor, Neupriester oder Priesteramtskandidat im diakonalen Dienst sammeln kann.

Gut gestärkt machte man sich auf zur dritten Etappe des Wochenendes, nach Siegen.

 
 
 
 

"Die Stadt auf den sieben Hügeln", meint nicht etwa - wie der eine oder andere Besucher unserer Internetseite meinen könnte - Rom, sondern vielmehr Siegen, die auch als "Rubens-Stadt" bekannt ist, da dort Peter Paul Rubens, einer der bekanntesten Barockmaler, 1577 geboren wurde.

In Siegen angekommen, besuchte unsere Reisegruppe zuerst die St. Marien-Kirche, die Heimat unseres Mitbruders Andreas Heupel (Propädeutikum), der einen kurzen Einblick in die Geschichte der Pfarrei und die Stadt Siegen gewährte. Unterstützt wurde er dabei durch Diakon Matthias Weißner, der unsere Studenten dazu ermutigte, "verrückt zu bleiben", denn in unserer heutigen Gesellschaft sei eine Priesterberufung etwas besonderes, das etwas von den sonstigen Wegen von jungen Erwachsenen verrückt sei. Die Stadt selbst wurde im Anschluss bei einem kurzen Rundgang erkundet. Vom Oberen Schloß über das Untere Schloß bis hin zum neuen Siegufer, das durch die Universität Siegen neu geplant und angelegt wurde, sammelten unsere Studenten viele Eindrücke vom Bergbau und der Stahlindustrie, die die Region des Siegerlandes über Jahrzehnte prägten. Übrigens ist auch ein Stück des Siegerlandes in Paderborn von tragender Bedeutung, liegt das nach dem Krieg errichtete Domdach doch auf Stahlträgern auf, die aus Siegen stammen. Sie wurden damals aus Stahl gefertigt, der ursprünglich für die Rüstungsindustrie verplant war.

Der Weg führte unsere Gruppe hin zur "City-Pastoral K3 - Kontakt-Kultur-Kirche" (www.citypastoral-siegen.de), im Herzen der Kreisstadt, in deren Begegnungstätte die Priesteramtskandidaten durch Vikar Markus Püttmann empfangen wurden. Vikar Püttmann brachte mit sehr viel Herzblut das Projekt den interessierten Studenten nahe.

Bevor der Rückweg zur Paderstadt angetreten wurde, machte unsere Gruppe nach einiger Fahrzeit noch einen Zwischenstopp bei der Wallfahrtskirche Kohlhagen in Brachthausen, gelegen direkt an der Grenze vom Siegerland zum Sauerland . Nach etwa 2 1/2 stündiger Fahrzeit rollte der Bulli des Priesterseminares wieder in die Leostraße ein. Voll Freude blicken unsere Studenten auf dieses abwechslungsreiche, interessante, aber auch sehr anstrengende Wochenende zurück.


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