Priester aus der Praxis

Zaldy Antonio-Abong berichtet seinen jüngeren Mitbrüdern über das Leben und pastorale Wirken in Hemer!

Vortrag Kendzorra
 
 

Lang ist es her, seit sie zusammen nach Assisi aufgebrochen sind. Im Jahr 2012 begleitet Zaldy Antonio-Abong das damalige Propädeutikum als Mentor in die Stadt des Heiligen Franziskus.

Gruppenbild Assisi 2012
 
 

Als älterer Student war es dabei seine Aufgabe, den Neuanfängern den Start ins Priesterseminar, die Hauskommunität und das Theologiestudium zu erleichtern. Schnell baute sich eine Freundschaft zwischen den jungen Männern auf. Heute, am 29. Januar 2017, vier Jahre später, besucht das 7. Semester Zaldy in Hemer, seinem Wirkungskreis als Vikar. In der Zwischenzeit ist vieles geschehen: Zaldy Abong wurde zum Priester geweiht, die damaligen Propädeutiker sind jetzt selbst die „alten Hasen“ im Priesterseminar, das Gelände an der Leostraße hat sich optisch durch den Abriss des alten Schwesternhauses und den Neubau stark verändert, und auch die Hausleitung wurde komplett abgelöst.

Zaldy Antonio-Abong ist als Neupriester (Weihe 2015) in den Pastoralverbund Hemer (Pastoralverbund Hemer) entsandt worden, welcher im Jahr 2001 aus den Hemeraner Gemeinden St. Peter und Paul, St. Bonifatius, Christkönig, St. Marien und St. Petrus Canisius gegründet wurde. Prägend für die Gemeinde Hemer sind mit Sicherheit die drei Kindergärten unter kirchlicher Trägerschaft, sowie die Kirchenmusik, ein Bereich, der Vikar Abong besonders am Herzen liegt. Daher war es auch kein Wunder, dass das 7. Semester samt Instrumenten nach Hemer reiste, denn das gemeinsame Musizieren war auch in Paderborner Zeiten immer sehr dynamisch. In Hemer angekommen, wurde dann auch nach einem kurzen und herzlichen Willkommen zuerst die Gitarre gestimmt. Nach der Musik zeigte Zaldy seinen Mitbrüdern, wo er seinen pastoralen Dienst versieht. Schwerpunkte seiner Arbeit sind dabei die Messdienerarbeit, die Nightfever-Gruppe, weitere Jugendarbeit und die üblichen Kasualien, wobei eine Besonderheit ist, dass es mehr Taufen als Beerdigungen im Pastoralverbund Hemer gibt. Besonders über das kollegiale Miteinander im Pastoralteam freut sich Zaldy sehr, da es ihm Rückhalt und Zuversicht für die Zukunft gibt. Gerade als junger Priester benötigt man diese, um mit einer Perspektive seiner Arbeit in einem Beruf nach zu gehen, den viele in der heutigen Zeit nicht mehr nachvollziehen können. Doch ist es nicht nur ein Beruf, sondern eben auch eine Berufung, der Vikar Abong hier in Hemer folgt. "Ich bin sehr glücklich, Priester zu sein. Als Priester ist es mir wichtig, Anker für die Menschen zu sein, die so víel Bewegung in ihrem Leben haben, dass dies sie überfordern kann. Wichtig ist dabei ein Vertrauens schenkender Umgang miteinander.", so Zaldy Abong. Besonders die vielen Begegnungen mit seinen Gemeindemitgliedern, die mit tiefgehenden Gesprächen zu Herzen gehen, sind es, die ihm Kraft geben, weiter dem herausfordernden Ruf unseres Herrn Jesus Christus zu folgen.

"Caritas Christi urget nos." ("Die Liebe Christi drängt uns.", 2 Kor 5,14), der Primizspruch von Zaldy Antonio-Abong ist hierbei wegweisend für sein pastorales Handeln. Christus ist die Gabe und der Geber zu gleich.

Am Nachmittag ging es dann gemeinsam nach Dortmund, wo Zaldy die philippinische Gemeinde unterstützte. Einmal im Monat findet hierbei eine multilinguale Messfeier statt, die sehr musikalisch gestaltet durch einen Chor und die Gemeinde eine große Herzlichkeit ausströmt. Auch bei dem gemeinsamen philippinischen Abendessen kommen die Gäste mit den Kerngemeinde-Mitgliedern schnell ins Gespräch.

Gruppenbild Dortmund
 
 

Durch solche Erfahrungen bestärkt fällt es unseren Studenten leichter, ihren achtjährigen Weg des Studiums und der Ausbildung zu verfolgen, um dann später selbst in der Pastoral als Priester tätig zu werden.