Du sollst einen Baum pflanzen...

Eine Lebensweisheit aus dem Volksmund besagt, dass ein Mann in seinem Leben drei Dinge tun müsse:  Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen. Während das erste für den Priester wegen seiner grundsätzlichen Verfügbarkeit in der ganzen Diözese eher unpraktisch anmutet und das zweite aufgrund der Zölibatsverpflichtung von vornherein ausgeschlossen ist, steht das dritte Vorhaben auch denjenigen offen, die dem Herrn als Priester und Diakone nachfolgen. Und so trafen sich die frischgeweihten Diakone aus den Bistümern Paderborn, Erfurt, Fulda, Berlin, Dresden-Meißen und Görlitz - einer guten Tradition folgend - nach ihrer Rückkehr ins Paderborner Priesterseminar, um im Garten ihren persönlichen Weihekursbaum zu pflanzen. 

Nachdem Gärtner Schäfers den Baum zunächst vorgestellt hatte - es handelt sich um einen Apfelbaum, dessen Äpfel eine besonders lange Lagerfähigkeit haben - griffen die Diakone zu Spaten, Schaufel und Gießkanne und pflanzten unter seiner fachkundigen Anleitung den Baum ein. Möge sowohl der Baum, als auch die Arbeit der neugeweihten Diakone mit der Zeit immer reichere Frucht bringen.