"Wer wird heute eigentlich noch Priester?"

Religionskurs des Gymnasium Theodorianum besucht das Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn

Gruppenbild Propädeutikum-Gesprächsabend
 
 

Am 1. Juni 2017 besuchte ein Religionskurs der 11. Klasse (Q1) des Gymnasium Theodorianum gemeinsam mit ihrer Lehrerin OStR Alexia Rebbe das Priesterseminar von Paderborn. Anlass war die Unterrichtsreihe zum Thema Ekklesiologie (Die Lehre von der Kirche). Was lag da näher, als die zu treffen, die sich auf den Dienst in dieser Kirche vorbereiten? Unsere Studenten Thorsten Hasse (8. Semester), Michael Stiehler (8. Semester) und Patrick Kaesberg (10. Semester) hießen die Gruppe  im Seminar Willkommen. Für viele der Schülerinnen und Schüler war das Gelände an der Leostraße ein unbekannter Teil von Paderborn, auch wenn das eigene Gymnasium nur etwa fünf Minuten fußläufig entfernt liegt.

Um das Priesterseminar kennen zu lernen, führten unsere Studenten die Schülern zunächst durch die Räumlichkeiten des Seminares. Vom Dachboden bis in den Keller wurde alles gezeigt oder erklärt. Für Erstaunen sorgte dabei, dass es regelmäßige Fußballturniere und sogar eine Kneipe im Haus gibt. Auch der liturgische Übungsraum, wo die Taufe, die Eheschließungs-Assistenz und die Zelebration der Messfeier gegen Ende der Ausbildung geübt werden, war von großem Interesse. Die Führung endete im Franz-Stock-Raum, wo die Gruppe bei kühlen Getränken ins Gespräch kam. Die Schüler interessierte vor allem, was jemanden dazu bewegt, in der heutigen Zeit noch Priester zu werden.  Besonders die jeweiligen Lebenswege, die unsere Studenten in das Priesterseminar, in die Nachfolge Christi, geführt hatten,  waren dabei für die Schülerinnen und Schüler spannend. Was man genau  als angehender Priester lernt, war ebenfalls Thema der Gesprächsrunde. Unsere Studenten gaben dabei in lockerer Atmosphäre Antworten, kannte man sich doch bereits durch das Schulpraktikum, welches vor drei Monaten die Studenten des 7. Semsters ins Theodorianum führte. Immer wieder wird das Priesterseminar von Jugendgruppen und Schulklassen besucht, was die Studenten und die Hausleitung rund um Regens Dr. Menke-Peitzmeyer sehr freut. Das Priesterseminar darf eben kein verschlossener Ort sein, sondern soll dazu einladen, mit den Priesteramtskandidaten ins Gespräch zu kommen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.