Nikolausfeier 2016

Bischof Nikolaus aus Myra besucht das Priesterseminar zu Paderborn

Am Vorabend des Nikolaustages fand in diesem Jahr die traditionelle Nikolausfeier statt, die seit jeher von den Studenten vorbereitet wird. Besonders gefreut hat sich die Hausgemeinschaft über die große Teilnahme seitens der Theologischen Fakultät Paderborn, die nicht nur durch zahlreiche Professoren vertreten wurde, sondern von denen einige auch zur Gestaltung des Abends beitrugen.

Der Abend begann mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier, an die sich ein Abendessen in adventlichem Ambiente anschloss. An dieser Stelle sei der Hauswirtschaft des Priesterseminares ein herzlicher Dank gesagt, die wiedereinmal gekonnt für das leibliche Wohl der Gäste sorgte.

Das Abendprogramm, welches sich über zwei Stunden erstreckte, beinhaltete zwei Hauptthemen:

Zum Einen hieß Regens Menke-Peitzmeyer den neuen Subregens willkommen und fragte in die Runde welche Fähigkeiten ein Subregens haben müsse. Die Antwort folgte prompt durch die Studenten der Freisemester, die sich in Videobotschaften zu Wort meldeten, die die Festgesellschaft "einmal um die ganze Welt führte": von Uppsala über Salzburg, bis hin nach Salamanca. Besonders die Sportlichkeit, die Musikalität und eine "zupackende Art" wurden dabei als der Idealtypus eines Subregens zum Vorschlag gebracht.

Zum Anderen gab es mehrere kurze, bewusst weit überzogene, Schauspiele über die Zusammenarbeit der Hausleitung, in der sich die beiden "jungen Vikare", wie der Regens verlauten ließ, einfügen müssten. Dass es dabei zu komischen Situationen kommt, ist selbstverständlich.

Gespielt wurde die Hausleitung natürlich von unseren Studenten:

Gian-Luca Andreß (Propädeutikum) gab eine Parodie von Subregens Kammradt, die sein schauspielerisches Talent  zum Vorschein brachte. Spiritual Christian Städter wurde von Philipp Neumann (1. Semster) auf die Bühne gestellt, der besonders die nachdenkliche Seite unseres Spirituals hervorhob, aber auch kurze Verweise auf dessen Zeit im Germanicum nicht ausließ. Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer wurde von Michael Stiehler (7. Semester) in diesem Jahr bereits zum 4. Mal verkörpert. Auch Andreas Heupel, der sich um die technischen Dinge des Abends kümmerte, sei nicht vergessen.

Unterstützt wurde unser 4er-Gespann durch die Hauswirtschaft und viele Mitbrüder, die beim Bühnenauf- und -abbau, der Gestaltung der Einladungskarten, dem Verfassen der Nikolaussprüche oder aber der musikalischen Gestaltung des Abends halfen.

Auch ein Dank an Schwester Thoma durfte in diesem Jahr nicht fehlen, unterstützt sie doch schon seit Jahren die Nikolausideen der Studenten und ist fast jedes Jahr mit einem Gastauftritt in einem Video dabei. Unsere studentische Hausleitung brachte ihr ein Ständchen und überreichte dabei einen Muffin aus vielen kleinen Muffins, die natürlich auch verspeist werden konnten.

 
 

Bevor es zu der Ankunft des Nikolaus´ kam, stürmten seine Gehilfen die Bühne. Nachdem Professor Hattrup in die Nikolausfeier mit Goethes Faustus eingeführt hatte, brachten die Professoren Althaus und Irlenborn als Engelchen und Teufelchen den Saal zum Lachen. Dabei waren sich alle einig, dass sowohl Perücke als auch Teufelshörnchen den Schauspielern gut standen.

Dem Engelchen lag sehr viel daran, dass das Leben der Studenten in den richtigen rechtlichen Bahnen verlief, während unserem Teufelchen einfach alles viel zu viel Stress bedeutete und es sich am liebsten als "Advocatus Diaboli" auf die Seite der Studenten schlug.

 
 

Dann endlich war es soweit, der Nikolaus stand vor der Tür - genauer gesagt, stand er vor dem Fenster, denn auf Grund der zahlreichen Baustellen kam er einfach nicht in das Priesterseminar hinein. Nachdem er im ehemaligen Eingang des Leokonviktes nur noch einen Bretterverschlag vorfand, führte sein Weg durch den Keller bis hinauf auf den Leoturm. Um sich einen Überblick zu verschaffen, ließ er sich kurzerhand mit dem Baukran über den Gebäudekomplex erheben und landete schließlich wieder sicher in der neuen Kapelle. Doch wie nun weiter?

Durch das Fenster schien ihm der schnellste Weg zu sein, um noch rechtzeitig zur Verlesung des Goldenen Buches im Speisesaal anzukommen.

Empfangen wurde der Nikolaus, der dieses Jahr durch den ehemaligen Präfekten des Leokonviktes Dirk Salzmann gegeben wurde, vom Teufelchen und dem Klerus seines Bistums Myra, welche ihm bei der Überreichung der Plätzchenteller für die Frommen und Braven behilflich waren. Doch zuvor erhielt jeder einen gereimten Spruch, der das vergangene Jahr reflektierte und auch den Blick in die Zukunft richtete.

Nach einem so kurzweiligen Abend freuen sich nicht nur die Studenten schon auf die Nikolausfeier des nächsten Jahres.