Mit den Studenten
im Alltag unterwegs
- Sprecherziehung -

"Unser Medium ist das Wort"

Jens Baronowsky Stimmbildung
 
 

Um das gesprochene Wort besser zum Klingen zu bringen, ist mit der wöchentlichen Sprecherziehung ein neues Element in die Ausbildung unserer Priesteramtskandidaten aufgenommen worden. Im späteren pastoralen Dienst muss die Stimme eines Priesters auch bis in die letzte Kirchenbank noch gut zu verstehen sein, ohne dass der Geistliche nach jeder Messe heiser aus der Kirche heraus geht. Um die Stimme dahin gehend zu präparieren, findet nun regelmäßig eine Sprecherziehung statt, die besonders auf die Körperhaltung, die Atmung, die Verständlichkeit und Artikulation, sowie die Lautstärke abzielt. Frau Barbara Schopohl, die als Logopädin und Stimmbildnerin im "Therapiezentrum - Alte Brauerei" in Paderborn arbeitet, unterstützt unsere Studenten dabei, ihrer Stimme im Körper nachzufühlen. Wann spanne ich meine Stimmlippen an? Wie verhält sich mein Kehlkopf beim "Tönen" von hohen oder tiefen Tönen?

Besonders interessant ist es dabei, einen Prozess zu beobachten, der sich während der Sprecherziehung über Wochen hin entwickelt. Bei der Stimmfeldanalyse werden die Lese-, Sprech- und Rufstimme in Hinblick auf die Normalstimme betrachtet. Dabei werden Töne ungeahnter Höhen trotzdem noch kraftvoll erreicht, obwohl man damit niemals gerechnet hätte. Mit einer regelmäßig angewendeten Technik sollen Schwachstellen angegangen werden, wie beispielsweise auch bei tieferen Tonlagen noch kraftvoll sprechen zu können oder aber den Übergang von der Brust- zur Kopfstimme fließender zu gestalten.