Priester aus der Praxis

Adolf Schöning berichtet seinen Kommilitonen über das Leben im Unruhestand und das pastorale Wirken in Hörste und Umgebung!

Unterwegs nach Hörste
 
 

Am 22. Februar machte sich eine Gruppe unserer Studenten auf nach Lippstadt-Hörste, um einen alten Bekannten zu besuchen. Am Pfarrhaus angekommen, begrüßte Pastor Adolf Schöning seine jungen Kommilitonen in der Gemeinde, in der er nun seit 40 Jahren seinen priesterlichen Dienst und Unruhestand verlebt. Adolf Schöning, der 1933 als zweites von vier Kindern  in Bornholte geboren wurde und bereits 1961 seine Priesterweihe empfing, feierte vor sieben Jahren sein goldenes Priesterjubiläum. Doch im Ruhestand die Beine hochzulegen, daran denkt er noch lange nicht. Unsere Studenten schätzen es sehr, dass der rüstige Geistliche gemeinsam mit ihnen die Schulbank in der Theologischen Fakultät Paderborn drückt, um immer auf dem aktuellsten Stand der Forschung zu bleiben. Aber nicht nur die aktuelle Wissenschaft ist von Interesse, nein auch die Erfahrungen, die Pastor Schöning in seiner Jugend in den Nachkriegsjahren und als Priester, der die Liturgie vor und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil feierte und auch feiert, sind für unsere Priesteramtskandidaten sehr faszinierend.

Adolf Schöning begrüßt die Seminaristen in Hörste
 
 

Nach einer kurzen Führung durch die Pfarrkirche St. Martinus, einem der ältesten Kirchbauten des Erzbistums Paderborn, welche 1194 zum ersten mal urkundlich erwähnt wurde, machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg zum Schloss Schwarzenraben. In diesem majestätischen Wasserschloss in der Nähe Lippstadts findet regelmäßig die Feier der Heiligen Messe statt, oftmals steht Pastor Schöning dieser vor. Seine Grundeinstellung bei den pastoralen Diensten, die er als Subsidiar in der Gemeinde und dem Bistum übernimmt: Niemals dem Pastoralteam ins Handwerk pfuschen, sondern dort Seelsorger sein, wo man gebraucht wird und dort entlastend unter die Arme greifen, wo es nötig ist. Durch seine Herzlichkeit genießt Pastor Schöning an seinen Wirkungsstätten großes Ansehen. Als Geistlicher Rat ist es ihm ebenso ein Anliegen, Weggefährte der jüngeren Generation zu sein.

Nach der gemeinsamen Messfeier verbrachte die Gruppe noch einen gemütlichen Abend im Hörster Pfarrhaus und tauschte sich über viele Dinge aus, die sie bisher gemeinsam im Studium erfuhren. Ebenso erzählte man sich viele Geschichten aus dem Leben im Priesterseminar, damals und heute.

Hat man, mit beispielsweise Adolf Schöning, einen Priester in der Praxis vor Augen, der auch im Alter einen erfüllten und bestärkenden pastoralen Dienst als Priester verrichten darf, so beflügelt dies auch die jungen Männer, die sich aktuell auf den priesterlichen Dienst im Erzbistum Paderborn vorbereiten.